Berlin ist bekannt dafür modern, vielfältig und tolerant zu sein. Die Sensibilität und die Wichtigkeit dieser demokratischen Werte und Leistungen hebt das Berliner Themenjahr 2013 mit dem Titel „Zerstörte Vielfalt“ hervor und setzt sich mit der von den Nationalsozialisten nach 1933 zerstörten gesellschaftlichen Vielfalt Berlins auseinander.

Immerhin hatten wir den 80. Jahrestag der Machtübergabe an die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 und den 75. Jahrestag der Novemberpogrome. So sollten das Gedenken, die aktive Auseinandersetzung und die Erinnerung und Mahnung jetzt im Vordergrund stehen.

Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz sind nach wie vor interessant, auch im Themenjahr 2013. Auch wenn die Vielfalt eines weltoffenen Berlins der 1920er und 1930er Jahre durch den Nationalsozialismus in kürzester Zeit und mit schwerwiegenden Folgen zerstört wurde, so hat die Stadt diese Vielfalt wiedergewonnen. Diese gilt es zu bewahren und deshalb sind alle Berliner, besonders die junge Generation gefragt diesbezüglich aktiv zu sein.

Es sind mehr als 120 Projektpartner, wie Museen, Vereine, Verbände, Stiftungen, Unternehmen, Galerien, Künstler, Theater, Archive, Bezirksämter, Institute, Kircheneinrichtungen, Gedenk-, Dokumentations- und Erinnerungsstätten wie private Initiativen in Berlin dabei, das Themenjahr spannend zu gestalten.

Das Leben, das Schaffen und das Schicksal einzelner Persönlichkeiten in dieser Zeit wird hier präsentiert. So spielen Albert Einstein oder Bertolt Brecht und einige unbekannte Musiker, Fotografen, Kabarettisten, Dichter, Varietékünstler und Zirkusartisten hier eine große Rolle.

In der Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor war es möglich, diese Menschen und ihre Werke näher unter die Lupe zu nehmen.

Der Titel „Zerstörte Vielfalt“ ruft jetzt im Frühling dazu auf, den Lebensgeschichten von BerlinerInnen, deren Biografien durch den Nationalsozialismus schicksalhaft beeinflusst worden sind, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Zudem gibt es Unterstützung von der Portalausstellung im DHM im Erdgeschoss der Ausstellungshalle von I.M.Pei. Dieser ist bis zum 10. November zentraler Anlaufpunkt.

Es werden auch an elf ausgewählten Orten in Berlin verschiedene Säulen-Ausstellungen installiert, die unter der Überschrift „Das Themenjahr Open-Air“ Schlaglichter auf die Geschichte Berlins in der NS-Zeit werfen. 120 Säulenelemente geben einen anschaulichen Zugang, der auf die Aktivitäten im Themenjahr aufmerksam macht und diese vernetzt.

Workshops und Führungen unter der Überschrift „Vermittlungsangebote“ werden hier auch angeboten.

Die Initiative des Landes Berlin wird koordiniert durch die landeseigene Gesellschaft Kulturprojekte Berlin und realisiert in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern und Förderern, wie der WALL AG. Die Kulturprojekte Berlin ist eine gemeinnützige Landesgesellschaft zur Förderung, Vernetzung und Vermittlung von Kultur. Hier geht es recht spannend zu, denn es werden kulturelle Projekte und Initiativen für Berliner Museen, Ausstellungen, Programme der Kulturellen Bildung, Spielstätten und Festivals organisiert.