In diesem Jahr feiert Berlin den 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Wegen dem historischen Ereignis finden in diesem Jahr viele Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Höhepunkt wird das Wochenende am 08. Und 09. November. An diesen Tagen wird am ehemaligen Mauerverlauf eine zwölf Kilometer lange Licht-Installation die Stadt erleuchten.

Historischer Hintergrund der Feierlichkeiten

Die Berliner Mauer ist nun schon lange aus dem Stadtgeschehen verschwunden, doch vor 25 Jahren war das anders. Mehr als 28 Jahre lang trennte sie die Hauptstadt und ganz Deutschland in einen Ost- und Westteil. Die Mauer als Symbol und Bestandteil des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion, trennte jahrelang, ergänzend zur innerdeutschen Grenze, ein Land in zwei einzelnen Staaten und verbreitete Angst und Schrecken. Seit 1960 galt für die Grenzsoldaten Schießbefehl, bei einem Versuch der Grenzüberschreitung. Hunderte Menschen wurden allein an der Berliner Mauer getötet, die genaue Zahl der Todesopfer ist bis heute nicht bekannt.

Veranstaltungen zum Jubiläum in Berlin

Das ganze Jahr über finden in der Hauptstadt zahlreiche Veranstaltungen bezüglich des diesjährigen Jubiläums statt. Darunter befinden sich spezielle Ausstellungen und Führungen in Gedenkstätten und Museen der Stadt, sowie Filme und Stücke in Theatern gezeigt. Unter anderem werden dabei der Kalte Krieg, die Teilung Berlins, sowie die Wiedervereinigung thematisch behandelt. Höhepunkt des Jubiläums wird die große Licht-Installation sein. Tausend beleuchtete und mit Helium gefüllte Ballons dienen als Lichtgrenze und zeichnen die frühere Teilung der Hauptstadt wieder. Die Installation steht als Symbol für „Hoffnung für eine Welt ohne Mauern“, so wie vor 25 Jahren als die Mauer fiel. Der Verlauf der Installation führt 12 Kilometer durch die Innenstadt entlang der ehemaligen Grenze und wird an insgesamt fünf Orten in die Lüfte steigen.

Gedenkstätten in der Hauptstadt

Die Teilung der Stadt, der kalte Krieg und auch die Wiedervereinigung und alle damit verbundenen Themen sind in vielen Museen und Gedenkstätten Berlins zu besichtigen. Vor allem an der Gedenkstätte Berliner Mauer im Zentrum der Hauptstadt in der Bernauer Straße ist einer der zentralen Erinnerungsorte der Stadt. Auf dem Gelände befindet sich das letzte originale Stück der Berliner Mauer, ebenso wie Reste des Grenzstreifens die einen guten Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen vermittelt. Zu den Feierlichkeiten werden auch Sonderführungen abgehalten, sowie Theaterperformances aufgeführt. Zu der Stiftung Berliner Bauer zählt auch dieErinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, welche das Thema Flucht und Ausreise aus der DDR behandelt. Auch dort wird in diesem Jahr eine Vielzahl von Sonderausstellungen gezeigt.