Es ist immer wieder faszinierend, wenn man die Möglichkeit bekommt, in der Geschichte zu graben und etwas zu finden oder auch einfach nur über Ausgrabungen zu stolpern, so wie im Museum. Die große Jubiläumsausstellung im Neue Museum in Berlin hat etwas ganz Besonderes für seine Besucher, und zwar die Büste der Königin Nofretete aus dem Neuen Reich, der 18. Dynastie, Amarna, aus Ägypten, um 1340 v. Chr.

Im Licht von Amarna werden alle Facetten dieser Epoche beleuchtet und verschaffen dem Museumsbesucher einen kulturhistorischen Einblick.

Der Name „Amarna“ steht für die Ruinen der altägyptischen Stadt Achet-Aton, dem heutigen Tell el-Amarna. Pharao Echnaton gründete den Ort und bezog ihn um 1343 v. Chr.

So stehen hier Theologie und Kunst jener Zeit aber auch das alltägliche Leben der Metropole im Mittelpunkt.

Es werden neben der Darstellung der Amarna-Zeit auch die Ausgrabungen unter Ludwig Borchardt zu Beginn des 20. Jahrhunderts untersucht, immerhin wurde in deren Verlauf auch die Büste der Nofretete gefunden.

Hier finden sich Keramiken und Schmuck, Einlagen und Fragmente von Statuen sowie einzelne Architekturteile. Der Besucher hat dank Ergänzungen und Modelle ein anschauliches Bild der Stadt und ihrer Bewohner.

Sie können den Museumsbesuch auch mit einem Kurzurlaub in Berlin verbinden und mit dem Pauschalangebot Amarna – 100 Jahre Fund der Nofretete eine Übernachtung in einem Doppelzimmer inklusive Frühstück, die Berlin WelcomeCard 48 Stunden AB und einen bevorzugten Einlass in die Ausstellung „Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete“ eine schöne Zeit haben.

Die groß angelegte Sonderaustellung zur Amarna-Zeit im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin fand aus Anlass des Auffindungsdatums der Büste der Nofretete am 6.12.1912 statt und geht bis zum 13. April 2013.

So zeigt die Ära der Amarna-Zeit das gesellschaftliche, kulturhistorische und religionsgeschichtliche Leben. Auch die Bildhauerwerkstatt des altägyptischen Handwerkers Thutmose mit all seinen vergesellschafteten Objekten werden hier gezeigt. Hier wird eine Darstellung der Inszenierungsgeschichte der "Nofretete-Büste" vom archäologischen Objekt zum vielfach vermarkteten Schönheitsideal thematisiert und hinterfragt.

Es wurden während der Grabungskampagnen in Amarna zwischen 7.000 und 10.000 Objekte gefunden. 5.000 befinden sich hier in Berlin. Die meisten Objekte sind restauratorisch und wissenschaftlich nicht bearbeitet worden, was das Ganze interessanter macht. Bisher wurden nur wenige Schlüsselobjekte ausgestellt, so z.B. die berühmten Modellköpfe aus Stuck und einige Skulpturen.

Die Ausstellung wird tiefere Einblicke in das Leben und Schaffen damals geben und zeigt ca. 400 Objekte, davon ca. 50 Leihgaben, wie z.B. das Metropolitan Museum of Art, des Louvre und das British Museum.